Jahreshauptversammlung der DHH Länderverband Mitteldeutschland

Willkommen neuer Vorstand – von sehr kleiner Mitgliederversammlung gewählt

 

Am Samstag, den 12. April 2014 trifft sich die Mitgliederversammlung des Länderverbandes Mitteldeutschland in einem Tagungsraum der Universitätsklinik Leipzig. Es fanden sich 10 Mitglieder und 6 Gäste ein. In Anbetracht der Tatsache, dass sich um die 28 Personen angemeldet hatten, ein sehr trauriges Ergebnis. Der Vorsitzende des Länderverbandes Jörg Hellwig begrüßt alle Anwesenden. Unter ihnen Heinz-Jürgen Brosig, der Vorsitzende des Bundesverbandes sowie Verena Schuldenzucker und Sarah Schraube vom Team des Dr. Ralf Reilmann des George Huntington Institutes aus Münster.

 

 

In seinem Bericht über die Vorstandsarbeit erzählt J. Hellwig von den Veranstaltungen, die im Lauf des letzten Jahres passierten:

  • die Tagung der Humangenetiker 20.-22.04.2013 in Dresden, an der die DHH MD mit einem Stand teilgenommen hat
  • das Gruppenleitertreffen 14.-16.06.2013 in Dresden
  • das traditionelles Hoffest bei Familie Gattig
  • die Arbeit am Stand beim Neurologenkongress im September in Dresden
  • das Jahrestreffen im Oktober 2013 in Bielefeld
  • die Weihnachtsfeier der Regionalgruppe Halle in der Stadt
  • die 20-jährige Jubiläumsfeier des Huntington-Zentrums NRW Bochum im März 2014 mit Vorstands- und Beiratssitzung sowie über die Workshops am Sonntagvormittag

Nach seiner Berichterstattung über die Aktivitäten folgt der Finanzbericht durch Ines Hellwig. Die im Anschluss vorgenommene Entlastung des Vorstandes wird von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen.

Anschließend folgte der wichtige Teil der diesjährigen Versammlung: die Wahl des neuen Vorstandes. Selbstverständlich versäumte Jörg Hellwig nicht vor Ort nachzufragen, ob es Kandidaten gibt, die sich der Wahl stellen möchten. Es gab keine Überraschung – das heißt, keine unerwarteten Freiwilligen. Jörg und Ines Hellwig verzichteten auf die Vorstellung ihrer Personen, da sie den Mitgliedern schon seit vielen Jahren bekannt sind. Lediglich Harriet von Malottki, die sich für den Posten der zweiten Vorsitzenden bewarb, sprach ein paar Worte über ihren Weg zur Huntington-Hilfe und ihre Motivation. Bernhard Willomeit aus Erfurt, der bis zu dieser Zeit 2. Vorsitzende war, stellte sich nicht erneut zur Wahl, da er sich mehr seiner Arbeit und der Familie widmen möchte. Die Wahlleiterin Andrea Urban konnte feststellen, dass diese im Vorhinein erwähnten Personen, einstimmig von der Mitgliederversammlung gewählt wurden.

 

Auf der Tagesordnung stand außerdem der Beschluss einer neuen Satzung bzw. die Änderung einiger Satzungspunkte:

  • zuerst wurde nun alle Angaben von DM in € geändert
  • in § 1 (3) wurde der Sitz des Vereins von Magdeburg nach Querfurt verändert (dort hat schließlich der Vorstand seinen Sitz)
  • § 2 (2) besagt nun, dass der Zweck des Vereins die Hilfe für Betroffene der „Huntingtonschen Krankheit“ ist – zuvor hieß es noch für Betroffene der „HK“ und andere neurologische Erkrankungen
  • § 3 (2) zweckgebundene Mittel werden von den Regionalgruppen selbst verwaltet und ausgegeben, die Verwaltung obliegt nicht dem Länderverband
  • § 10 (1) die Amtszeit des Vorstandes wurde von 3 Jahren auf 4 Jahre verlängert
  • § 12 es KANN durch den Vorstand die Wahl eines Beirates erfolgen

Auch die neue Satzung wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen. Mit Blumen wurde der neue Vorstand begrüßt. Blumen gingen als Dankeschön auch an Andrea Urban für ihre Arbeit in der Regionalgruppe Chemnitz und die Wahlleitung.

Zum Abschluss der Versammlung wurde das Wort an H.-J. Brosig übergeben, der über die Aktivitäten der DHH, Neuigkeiten aus der Forschung und der Politik sprach.

Nach diesem offiziellen Teil, gab es einen kleinen Imbiss zur Stärkung. Im Anschluss daran folgte der geplante Höhepunkt: ein Vortrag von Verena Schuldenzucker (Biologin) und Sarah Schraube (Tierärztin) über ein Forschungsprojekt mit Mini-Pigs, denen das Huntington-Gen eingepflanzt worden war, um die Veränderungen beobachten zu können. Sie hatten die weite Reise vom George Huntington Institut aus Münster auf sich genommen. Und nicht nur, dass sie Mitglieder und Gäste dem interessanten Vortrag lauschen und selbstverständlich Fragen stellen dürften, brachte sie sozusagen eine Überraschung mit: der Chefarzt des Institutes Dr. Reilmann hatte sich bereit erklärt, die Reise- und Honorarkosten selbst zu tragen. Ein tolles Geschenk für die DHH Mitteldeutschland – vielen Dank dafür!

 

 

Den Abschluss bildete Beisammensein zum gegenseitigen Austausch ohne den strengen Versammlungscharakter.

Der Vorstand dankt den teilnehmenden Mitgliedern und den Gästen und hofft ganz besonders im nächsten Jahr auf eine höhere Beteiligung.

 

Text:     Harriet von Malottki

Bilder:  Ines Hellwig